Lampedusa und die Flüchtlinge: Die überforderte Ferieninsel

Die Mittelmeerinsel Lampedusa ist seit vielen Jahren Anlaufort für afrikanische Geflüchtete. Viele fliehen vor dem Bürgerkrieg in Libyen. Lampedusa liegt ca. 140 km vor Tunesien, gehört aber zu Italien und damit zur Europäischen Union. Die Flüchtenden hoffen, über die Insel nach Europa zu gelangen. Doch oft kentern die nicht seetüchtigen Schlauchboote und so sterben jedes Jahr hunderte Menschen im Mittelmeer. 

Auf Lampedusa sind die Menschen gespalten. Die beiden Hauptwirtschaftszweige der Insel sind Fischerei und Tourismus. Einige sehen in den Geflüchteten eine Gefahr, beschimpfen Seenotretter*innen als Schleuser und unterstützen den Kurs der rechtspopulistischen Lega. Andere organisieren sich, um den ankommenden Menschen zu helfen und bezeichnen das, was täglich im Mittelmeer geschieht, als humane Katastrophe. 


Die Dokumentation zeigt die verschiedenen Gesichter der Insel. Sie begleitet den Helfer einer Hilfsorganisation, eine Restaurantbesitzerin, die am Hafen gegen die Aufnahme der Geflüchteten protestiert und den fünfjährigen Leonardo, der mit seinen Adoptiveltern den Ort besucht, wo er vor vier Jahren ohne seine Mutter aus dem Meer gerettet wurde. Schaut sie euch hier an!

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